Reismehl selber machen

Reismehl selber machen
Reismehl selber machen

Erfahren Sie hier, wie Sie Reismehl selber machen können.

Reismehl ist zwar nicht gänzlich unbekannt aber in den Köpfen der Konsumenten meiner Ansicht nach längst nicht so weit verbreitet, wie Weizen,- Dinkel- oder Roggenmehl.

Dabei stellt zum Bespiel Brot aus Reismehl bei Glutenunverträglichkeit eine tolle Alternative dar. Hier erkläre ich Ihnen, wie Sie Reismehl selber machen können.

Was ist Reismehl und was kann man damit machen?

Das Reismehl ist ein Produkt, das beim Zerreiben von Bruchreis, hauptsächlich Langkornreis, erzeugt wird. Aus Langkornreis wird also das normale, weiße Reismehl. Nimmt man beispielsweise Vollkornreis wird braunes Reismehl daraus.

Der typische Einsatzgebiet von Reismehlen sind fernöstliche Gefilde. Beispielsweise werden in Korea Reiskuchen oder in Thailand Reisnudeln daraus produziert.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist das Andicken von Saucen, wo Reismehl als Bindemittel verwendet werden kann.

Ein Vorteil von Reismehl ist, dass es keine Gluten enthält und somit für Personen, die eine Glutenunverträglichkeit haben, ein idealer Ersatz sein kann. Aber Achtung: Reismehl hat ganz andere Eigenschaften als beispielsweise Weizenmehl. Daher müssen Sie es, um Brot und Gebäck zu backen, mit anderen Mehlen mischen. Hier bieten sich zum Beispiel Hirsemehl, Quinoamehl oder Amaranthmehl an.

Hinweis: Reismehl nimmt den Großteils des Wassers, das fürs Brot backen erforderlich ist, erst beim Backen selbst auf. Wundern Sie sich daher nicht, dass der Teig sehr flüssig ist, wenn er noch kalt ist.

Wie Sie Reismehl selber machen

Reismehl können Sie auch selbst herstellen, mit einer passenden Getreidemühle. Reis ist aber härter als Weizen, daher sollte die Mühle auch sehr fein mahlen können und robuste Mahlwerke haben. Stahlmahlwerke sind daher meiner Ansicht nach hier nur zweite Wahl. Besser sind Natursteinmahlwerke oder solche aus Korund-Keramik (Kunststein).

Hinweis: Mit Stahlmahlwerken können Sie auch Ölsaaten und Gewürze mahlen, mit Steinmahlwerken eher nicht. Lesen Sie dazu auch auf dieser Seite mehr: Getreide selber mahlen.

Alternativ dazu können Sie, wenn Sie bereits eine Küchenmaschine haben, einen entsprechenden Vorsatz dazu kaufen. Diese sind meiner Erfahrung nach aber meistens mit Stahlmahlwerken ausgestattet.

Wenn Sie Reismehl* selber machen, haben Sie meiner Ansicht nach drei entscheidende Vorteile:

  1. Sie bleiben vielseitig, denn Sie haben das volle Korn und können kurzfristig entscheiden, ob Sie dieses zu Mehl verarbeiten möchten oder etwas Anderes machen.
  2. Das volle Korn hält sich länger als das Mehl
  3. Sie produzieren und mahlen frisches Mehl, das alle wichtigen Inhaltsstoffe des Reiskorns aufweist.

Füllen Sie die Reiskörner in den Einfülltrichter Ihrer Getreidemühle und schon kann es losgehen. Benötigen Sie oft frisches Reismehl, sollten Sie eine elektrische Getreidemühle in Erwägung ziehen, anderenfalls könnte eine gute Handgetreidemühle auch reichen.

Kann man Reismehl lagern?

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Kann man, allerdings würde ich eher dazu tendieren, es frisch zuzubereiten. Wenn Sie es dennoch aufbewahren möchten, sollten Sie es unbedingt in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Es kann ansonsten zu schimmeln beginnen.

Auch die Lagerung in einem Kühlschrank ist möglich. Hier ist es besonders wichtig, dass keine Luft dazu kann. Reismehl zieht diese nämlich an und mit den enthaltenen (für die Ernährung wichtigen) Fetten kommt es zu einem Oxidationsprozess, der das Mehl einfach verdirbt.

Meine Meinung ganz klar: Immer kleine Mengen machen und ganz aufbrauchen. Spart Platz und Ärger!

Sonstige Tipps zum Umgang mit Reismehl

  • Reismehl ist nicht Weizenmehl! Kochen Sie ganz nach Rezepten, sollten Sie daher beachten, dass es betreffend Konsistenz einige Unterschiede gibt. Für eine bessere Textur sorgen etwa mehr Eier oder die Beigabe von etwas Pfeilwurzeln.
  • Brauner Reis ist Spezialisten zufolge nahrhafter, als weißer Reis.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Getreidemühle stark genug ist, um Reis zu mahlen
  • Wird das Reismehl gebacken, kann es unter Umständen mehr Wasser aufnehmen, als Weizenmehl. Daher auch mehr Wasser zugeben.

Reismehl selber machen – Fazit

Auch wenn es noch nicht so bekannt ist, stellt das Reismehl* eine tolle Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit dar. Wenn Sie beim Backen und Kochen etwas aufpassen, kann man Weizenmehl durchaus mit Reismehl ersetzen.

Wichtig ist, dass Ihre Getreidemühle* robust und leistungsstark ist und dass Sie daran denken, das Reismehl selber zu machen. Nur so leisten Sie einen guten Beitrag zur Umwelt und vor allem auch zur eigenen Gesundheit. Vergessen Sie dabei auch nicht, dass auch der Reis, den Sie mahlen, qualitativ hochwertiger Natur sein sollte!

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Letzte Aktualisierung am 12.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API